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Falkenried: Feiern trotz Geldsorgen

Die Sanierungstöpfe der Stadt sind leer: Kein Grund, die gute Laune zu verlieren. Sagte sich die Mietergenossenschaft Falkenried-Terrassen in Eppendorf und organisierte am Samstag ein Straßenfest mit Flohmarkt, Fußballturnier, Kunstausstellung und Mieter-Live-Musik. Hinter den Kulissen ist die Stimmung weniger fröhlich: Elf Millionen Mark fehlen, um die restlichen 150 der insgesamt 324 Wohnungen instandzusetzen.

Starker Schwammbefall in vielen Wohnungen, der erst während der Bauarbeiten bemerkt wurde, und gestiegene Baukosten haben dazu geführt, daß die ursprünglich veranschlagten Summen – 24 Millionen Mark für die Instandsetzung, die 1992 von der Bürgerschaft bewilligt wurden und je zur Hälfte von Sozial- und Baubehörde getragen werden – vorne und hinten nicht mehr reichen. Anfang Mai wurde ein Baustopp verhängt. Begründung: Die Finanzierung des Projekts sei zu unsicher.

Daran hat sich bis heute wenig geändert: Sozialbehörde, Mietergenossenschaft und Sanierungsträgerin Stattbau sind sich zwar einig, daß eigentlich zu Ende gebaut werden müßte. Ob, wie und woher (über Sonderfördermittel wie bisher oder einen Kredit der Wohnungsbaukreditanstalt) das fehlende Geld kommen soll, ist immer noch fraglich. Die Verhandlungen laufen weiter. hh