piwik no script img

Experten empfehlen Tempo 100 auf Europas Autobahnen

Brüssel (dpa) — Die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Gemeinschaft ließe sich durch einheitliche Tempobegrenzungen, schärfere Kontrollen und eine Reihe technischer Verbesserungen an Autos und Straßen bis zum Jahr 2000 um 20 bis 30 Prozent senken. Wenn die EG die Sicherheitsstandards der USA erreichen würde, könnte die Zahl der Unfallopfer sogar um die Hälfte reduziert werden. Bei 50.000 Todesopfern, die der Straßenverkehr in der EG alljährlich fordert, könnte dadurch 25.000 Menschen im Jahr das Leben gerettet werden. Dies sind die Ergebnisse eines Berichts unabhängiger Verkehrsexperten, den die EG- Kommission angefordert hatte und der gestern in Brüssel veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler schlagen unter anderem vor, EG-weit auf Autobahnen ein Tempolimit von 100 bis 130 km/h und auf Stadtautobahnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 bis 100 km/h einzuführen. Der zulässige Alkoholgehalt im Blut soll auf maximal 0,5 Promille herabgesetzt werden. Das Anlegen von Gurten sollte nach Ansicht der Experten in PkWs auf allen Sitzen zur Pflicht werden. Auch Überlandbusse sollen für alle Plätze mit Gurten ausgerüstet werden. Ferner sollten die Autofahrer dazu verpflichtet werden, auch am Tage das Abblendlicht einzuschalten.

Wie es in dem Bericht heißt, starben seit Gründung der EG in den zwölf Ländern, die heute der Gemeinschaft angehören, bei Unfällen fast zwei Millionen Menschen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen