piwik no script img

Evakuierung vor der Flut in Ungarn

BUDAPEST dpa ■ Das Hochwasser in der ungarischen Theiß hat gestern die Teilevakuierung von drei Orten erforderlich gemacht. Rund 4.000 Frauen, Kinder und Ältere mussten ihre Häuser verlassen, „weil der Wasserstand auf kritische Werte anstieg“, meldete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Männer würden weiter an der Befestigung der Dammanlagen arbeiten. Die Gemeindeschreiberin von Tiszasüly schilderte im Rundfunk, wie ein der Teil des Dammes unter dem Druck der Wassermassen abrutschte. Es bestünden aber gute Aussichten, dass ein Dammbruch abgewendet werden könne. Flussabwärts in Richtung Süden erreichte das Hochwasser in der viertgrößten Stadt Szolnok erstmals die Zehnmetermarke. Die Kulmination auf einem Pegel von rund 10,20 Metern wird in Szolnok für morgen erwartet. Am Oberlauf der Theiß, wo sich die Fluten inzwischen zurückgezogen haben, begann die Schadensaufnahme. Das Hochwasser hat 600 Häuser beschädigt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen