: Euro-Rechte: NGG ruft zum Streik auf
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten im Gastgewerbe zum Arbeitsboykott aufgerufen, falls die Fraktion der Rechten im Europäischen Parlament ihr für den 55. Jahrestag der Reichspogromnacht geplantes Treffen in Berlin abhält. In dem gestern verbreiteten Aufruf empfahl der NNG-Landesbezirk den Betriebsräten, für den 8. November Betriebsversammlungen einzuplanen. Der Tagungsort der Rechten solle durch eine Betriebsversammlung ganztägig boykottiert werden. Bei arbeitsrechtlichen Schwierigkeiten wolle die NGG auch Nichtmitgliedern Rechtsschutz gewähren. Der Landesbezirk Berlin unterstützt damit einen Appell der Hotel- und Gaststätteninnung an die Hotels, den rechtsextremen Abgeordneten keine Zimmer oder Konferenzräume zur Verfügung zu stellen.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen