: Es darf nicht länger um Finanzen gehen...
■ betr.: „Das ist Psychoterror“, taz vom 24.6.94
Beim Lesen dieses Artikels wurde mir wieder einmal deutlich, daß in den meisten Bezirksämtern anscheinend Menschen sitzen, die hauptsächlich mit Gleichgültigkeit und Unmenschlichkeit ausgestattet sind.
Ich selbst, seit vier Jahren Rollstuhlfahrerin und auch auf ambulante Pflege angewiesen, wurde im letzten Jahr vom Bezirksamt Wilmersdorf zur Obdachlosen gemacht. Nur durch die Hilfe guter Freunde ist diese Sache damals positiv ausgegangen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle.
Warum wird immer bei den sozial Schwachen gespart, speziell im Behindertenbereich? Wir dürfen diese Diskriminierung nicht länger hinnehmen, sondern müssen uns wehren gegen dieses Unrecht, das uns täglich entgegenschlägt. Es darf nicht länger um Finanzen gehen, sondern um ein selbstbestimmtes Leben für uns Betroffene. Martina Tabak
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen