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Erste Erfolge der Afghanistan-Gespräche

Moskau (ap/taz) — Die direkten Verhandlungen zwischen der sowjetischen Regierung und den afghanischen Widerstandskämpfern sind mit einer gemeinsamen Erklärung abgeschlossen worden, die eine islamische Übergangsregierung bis zu demokratischen Wahlen vorschlägt. Diese soll bis zu den in zwei Jahren nach der Machtübernahme geplanten Wahlen amtieren. Die Wahlen sollen dann von den Vereinten Nationen und der Islamischen Konferenz- Organisation überwacht werden.

Die Abkehr der Sowjetunion von ihrer bisherigen Afghanistan-Politik hatte sich bereits am Dienstag angekündigt, als Außenminister Boris Pankin erklärte, die UdSSR wolle dem Land nicht vorschreiben, wie die künftige Regierung auszusehen habe.

Laut der sowjetischen Nachrichtenagentur 'Tass‘ wollen die Mudschaheddin noch in diesem Jahr eine nicht genannte Zahl sowjetischer Kriegsgefangener freilassen. Die Sowjetunion habe im Gegenzug zugesagt, ihre Waffenlieferungen und andere militärische Unterstützung des kommunistischen Regimes in Kabul früher als mit den USA verabredet einzustellen. Moskau und Washington haben sich darauf geeinigt, vom 1. Januar an keine der kriegführenden Parteien mehr mit Waffenlieferungen zu unterstützen.

Vize-Außenminister Alexander Belonogow erklärte, beide Seiten wollten zur Kontrolle der Einhaltung der in der Erklärung festgehaltenen Vereinbarungen eine gemeinsame Kommission einzusetzen. Dies solle innerhalb eines Monats geschehen.

Der Veröffentlichung der gemeinsamen Erklärung waren viertägige Verhandlungen in Moskau vorausgegangen. Die aus elf Mitgliedern bestehende Mudschaheddin- Delegation wurde von Burhanuddin Rabbani geleitet.

Die gemäßigten afghanischen Rebellengruppen und die pakistanische Regierung haben am Samstag in Islamabad die Ergebnisse der Gespräche zwischen Vertretern der Mudschaheddin-Rebellen und der Sowjetunion begrüßt.

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