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Erhardt setzt sich durch

■ Humboldt-Universität untersagt Fink die Amtsausübung

Berlin. Die Humboldt-Universität hat ihrem Rektor Heinrich Fink gestern offiziell untersagt, die Amtsgeschäfte weiter auszuführen. Damit folgte sie einer erneuten Aufforderung von Wissenschaftssenator Manfred Erhardt (CDU), Fink schriftlich die Amtsausübung zu verbieten. Erhardt hatte zuvor erklärt, die Ankündigung von Fink, seine Amtsgeschäfte »bis auf weiteres ruhen zu lassen«, entspräche nicht seiner am Montag abend verfügten Aufsichtsmaßnahme. In einer Erklärung wies die HUB gestern darauf hin, daß ihr mit der Anordnung des sofortigen Vollzugs keine andere Möglichkeit geblieben sei, der Rechtsaufsichtsmaßnahme Folge zu leisten. Über ein gerichtliches Vorgehen gegen diese Maßnahme würden die neu gewählten Gremien der Universität entscheiden. Die erste konstituierende Sitzung des Akademischen Senats ist für den 12.2. geplant. Gestern rechtfertigte Erhardt im Abgeordnetenhaus erneut seine im November gegenüber Fink ausgesprochene Kündigung. Auf eine Frage der PDS- Fraktionsvorsitzenden Gesine Lötzsch erklärte er, der Senat werde sich »nicht davon abhalten lassen«, den strukturellen und inhaltlichen Erneuerungsprozeß an der HUB fortzusetzen. Ein Rektor, der politisch so belastet sei und zusätzlich keine wissenschaftliche Reputation habe, sei für das Land Berlin »kein Glanzstück«. Erhardt betonte, daß es sich bei der fristlosen Kündigung Finks um keine Willkürmaßnahme gehandelt habe. Diese Entscheidung habe er auf Grundlage der Gauck-Behörde fällen müssen. Erhardt hob hervor, daß »weitere elf Seiten der Gauck-Behörde mit weiteren Beweisen« vorlägen. Für die Amtsgeschäfte der HUB ist seit Dienstag der erste Prorektor Adolf Zschunke zuständig. Am Montag hatte das Verwaltungsgericht Anträge von Fink und der HUB abgelehnt. sev

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