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Erfolgreiche Substitution

■ Hessen verzeichnet inzwischen weniger Drogentote als Bayern

Frankfurt/Main (taz) – Die Zahl der Drogentoten in Hessen war vor der Einführung der Heroinsubstitution mehr als doppelt so hoch wie in Bayern. Heute – drei jahre nach Etablierung der Substitutionsbehandlung in Hessen – sind in Hessen mit 166 weit weniger Drogentote zu beklagen als in Bayern mit 246 Toten. Diese Zahlen stellte gestern die hessische Gesundheitsministerin Iris Blaul (Bündnisgrüne) in Wiesbaden vor. Die verbesserte Mortalitätsbilanz belege, daß der hessische Weg nicht nur „erfolgreich“ gewesen sei, sondern „ein Durchbruch nach jahrzehntelanger, oft glaubenskriegsartiger Diskussion“.

Knapp 3.000 Drogenabhängige wurden in den vergangenen dreieinhalb Jahren in die hessische Substitutionsbehandlung mit Methadon aufgenommen. Grundlage für das zunächst einzigartige Programm war ein Rahmenvertrag, den das hessische Gesundheitsministerium 1991 mit den Krankenkassen, der Landesärztekammer, der kassenärztlichen Vereinigung, der Landesapothekenkammer, kommunalen Gebietskörperschaften und dem Landeswohlfahrtsverband abgeschlossen hatte. Durch das Programm seien wie beabsichtigt vor allem die Langzeitabhängigen erreicht worden. Die Substitution habe es ihnen ermöglicht, ihre Wohnsituation zu stabilisieren (85 Prozent) und vielfach auch eine Ausbildung zu absolvieren. Mit knapp 40 Prozent sei der Frauenanteil bei der Substitution erheblich höher als in anderen Betreuungsangeboten. kpk

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