: Ende des Bürgertelefons
■ Seit Ende Juli mehr als 3.000 Anfragen beantwortet
Berlin. Das nach der Ankunft der ersten Bürgerkriegsflüchtlinge aus Jugoslawien in Berlin eingerichtete Bürgertelefon hat gestern seine Arbeit eingestellt. Seit Ende Juli seien mehr als 3.000 Telefonate mit vielfältigen Hilfsangeboten eingegangen und bearbeitet worden. Weitere Anfragen würden von der Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes bearbeitet. Die Senatsverwaltung für Soziales finanziere dazu bis Ende April 1993 zwei Stellen. Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Rotes Kreuz wollten dabei die beim Bürgertelefon »bewährte Kooperation« fortsetzen. Nach der Bilanz des Bürgertelefons wurden rund 300 Fragebögen an Familien versandt, die Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen. Dem stünden rund 100 Nachfragen von Familien aus Flüchtlingsheimen gegenüber. Erste Kontakte zwischen Gastgebern und Flüchtlingen seien vermittelt worden, ob es zum Umzug von Flüchtlingsfamilien komme, liege außerhalb des Einflußbereichs der Hilfsorganisationen. dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen