: Einstündiger Blackout in München
München (dpa/AP) – Ohne Verletzte und ein größeres Verkehrschaos ist ein über einstündiger Totalstromausfall am Samstag in München verlaufen. Nach einem Kurzschluß in einem Umspannwerk in Unterföhring war die Stadt vorübergehend lahmgelegt. Über 300.000 Haushalte hatten einen „Blackout“. Ursache war nach Angaben der Stadtwerke vom Sonntag ein Materialfehler.
Um 12.13 Uhr gingen vor allem in der City, im Osten und im Norden die Lichter aus. Aufzüge und Rolltreppen blieben stehen, Ampelanlagen funktionierten nicht mehr, Computer und Geldautomaten fielen aus, und auch die U- und Trambahnen konnten zunächst nicht weiterfahren. Wichtige Versorgungsstellen wie etwa die Krankenhäuser wurden dagegen über Notstromaggregate versorgt. Feuerwehr und Polizei waren im Großeinsatz, um den Verkehr zu regeln und insgesamt fast hundert Menschen aus steckengebliebenen Aufzügen in Kaufhäusern und Bürogebäuden zu retten. Dabei erlitt ein „Eingeschlossener“ einen kurzzeitigen Schwächeanfall. Kurz nach 13.00 Uhr konnten die Stadtwerke den Fehler beheben, die Lichter gingen wieder an. Der Verkehr normalisierte sich schnell. In den Parkhäusern öffneten sich die elektrischen Schranken wieder, in den Tiefgaragen gingen die Tore auf.
Für zusätzliche Verwirrung sorgten mehrere Feuermeldeanlagen, die Fehlalarm auslösten, und Auspuffqualm beim Anspringen von Notstromaggregaten. Ein Beamter bezeichnete es als Glück, daß der Stromausfall an einem „kurzen Samstag“ passiert war – „werktags hätte es ein Chaos gegeben“.
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