■ Einbürgerung: Acht Thesen vorgelegt
Bonn (AFP) – Namhafte Politiker und Intellektuelle haben die Bundesregierung aufgefordert, die Einbürgerung von Ausländern zu erleichtern und die doppelte Staatsbürgerschaft hinzunehmen. Die Deutsche Nationalstiftung legte gestern acht Thesen vor, in denen sie verlangt, in Deutschland geborenen Kindern von Ausländern grundsätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft zu geben. Dem Vorstand der Stiftung gehören unter anderen der sächsische Ministerpräsident Biedenkopf (CDU), Alt-Bundeskanzler Schmidt (SPD) und der Dirigent Kurt Masur an. In dem Papier heißt es, das Abstammungsprinzip könne nicht länger „als einziges Kriterium die politischen Überlegungen“ in der Diskussion um die Einbürgerungspolitik bestimmen. Vielmehr sollten die Einbürgerungsvoraussetzungen an die Vorschriften anderer europäischer Länder angeglichen werden.
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