piwik no script img

Ein guter Ort der Ruhe?

Ein guter Ort der Ruhe?

„Es ist Bewegung in den Bildern, kaum merklich, aber doch vorhanden, so daß man denken kann, es ist nichts verdorrt, verlassen, vergessen, sondern aufgehoben in den Gedanken und Stimmungen, die sich in lichten, satten oder dunklen Farben kundtun“, schreibt Vera Friedländer im Katalog über den Zyklus „Steine für die Ewigkeit - Ein jüdischer Friedhof in Berlin“. Es handelt sich um Ölbilder von Alexander Dettmar; in der Kunsthalle werden sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute um 18 Uhr findet die Eröffnung statt.

Die Bilder sind im vergangenen Herbst auf dem jüdischen Friedhof im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg entstanden. Der Künstler sagt, er habe den Friedhof gemalt „als einen guten Ort, wo die Zeit aufgehoben ist, als einen befriedeten Ort in einer sehr unfriedlichen Zeit“. Rund 40 Bilder aus dem etwa 60 Arbeiten umfassenden Zyklus sind bis zum 15. August zu sehen. dpa/taz

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen