: Eichels Flugzwang erfährt Sympathie
BERLIN dpa ■ Finanzminister Eichel (SPD) hat im Streit um seine Bundeswehrflüge im Haushaltsausschuss überraschend breiten Rückhalt erhalten. Nach einem mehrstündigen Disput stimmten vorgestern neben der rot-grünen Koalition auch FDP und PDS gegen die Unionsforderung, weitere Fluglisten des Ministers offen zu legen. Die Union will laut Haushaltssprecher Austermann ein parlamentarisches Nachspiel der Eichel-Flüge in Form einer öffentlichen Anhörung prüfen.
Austermann sagte der Rheinischen Post, allein Eichels Flüge zwischen Berlin und Frankfurt hätten die Steuerzahler im Jahr 2000 fast eine Million Mark gekostet. Da sei „etwas mehr echtes Sparbewusstsein angebracht“.
Eichel warf der Union in der ZDF-Sendung „Was nun, Herr Eichel?“ vor, sie habe „Behauptungen in die Welt gesetzt, für die es keine Beweise gibt“.
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