: Edzard Reuter attackiert SPD
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, Edzard Reuter, hat die Hauptstadt-SPD scharf kritisiert. Die SPD sei „herabgesunken zu einer Partei, die man nur noch mit Mühe Volkspartei nennen darf“, sagte der Sohn des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter (SPD). Es bestehe immer noch keine klare politische Linie, urteilte der Sozialdemokrat. Reuter äußerte Zweifel daran, dass eine weitere Große Koalition ohne personelle Erneuerung auskommen könne. Es sei „eine Tatsache, dass die Berliner Polit-Mafia quer durch alle Parteien existiert“, sagte Reuter, der auch Berliner Ehrenbürger ist. Zur „Vergangenheitsbewältigung der bisherigen Großen Koalition“ seien neue Gesichter nötig. Für sich selbst schließe Reuter die Übernahme eines politischen Amtes nicht aus, sagte er in einem Zeitungsinterview. Nach Informationen der taz gilt es in SPD-Kreisen aber als sehr unwahrscheinlich, dass Reuter ein Regierungsamt übernehmen könnte. dpa
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen