■ EU-Vermittlung gescheitert: Äthiopien will Eritrea weiter bombardieren
Addis Abeba/Asmara (dpa) – Die äthiopische Regierung hat nach einem Luftangriff auf den Flugplatz der eritreischen Küstenstadt Assab gestern weitere Bombardements angekündigt. Damit ist der Grenzkonflikt am Horn von Afrika erneut eskaliert. Die Bombardierung des Flugplatzes am Roten Meer fand nach Angaben der äthiopischen Regierungssprecherin Selome Taddesse gestern um 4.15 Uhr statt. Der strategisch wichtige Flugplatz sei stark beschädigt worden, sagte sie. Eine Stellungnahme aus Eritrea gab es zunächst nicht.
Ein EU-Vermittlungsversuch war zuvor gescheitert. Eine für gestern in Kairo anberaumte Pressekonferenz der EU-Delegation unter Leitung des Staatsministers Ludger Volmer vom Auswärtigen Amt wurde abgesagt, weil die Reise kein Ergebnis gebracht habe. Zwischen Äthiopien und seiner ehemaligen Provinz Eritrea gibt es immer wieder Streit um den Grenzverlauf. Die Kämpfe waren am 6. Februar erneut ausgebrochen.
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