■ EIGENBETRIEBE: ÖTV gegen Privatisierung
Berlin. Die Gewerkschaft ÖTV hat den Verzicht auf eine Umwandlung der Berliner Eigenbetriebe in Kapitalgesellschaften gefordert. Statt dessen sollten das Eigenbetriebsrecht modernisiert und die Eigenbetriebe von der Landeshaushaltsordnung abgekoppelt werden, sagte der ÖTV-Bezirksvorsitzende. Die Handlungsspielräume für diese Betriebe könnten so erhöht und die Vorzüge größerer Flexibilität mit einer am Gemeinwohl orientierten effektiven Steuerung und Kontrolle verbunden werden. Ein zurückgehender Einfluß der politischen Eigentümer, wie er in einer AG zwangsläufig sei, würde vermieden. Preise und Tarife ließen sich sachgerechter im Interesse der Bürger gestalten. Lange wandte sich gegen Vorstellungen der Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, Ditmar Staffelt und Kaus Landowsky, wonach aus der BVG eine Kapitalgesellschaft werden, die BSR, die Hafengesellschaft Behala und die Berliner Wasser-Betriebe ferner anteilig an Private verkauft werden sollen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen