: „Dub-ček, Dub-ček, Dub-ček!“ (Otto)
Neben sich eine beliebte TV-Ansagerin und um ihn herum nichts als Frohsinn und fröhliche Genossen, singt Alexander Dubček auf einer Gartenparty in einem Vorort Bratislavas bis morgens um sechs slowakische und ungarische Volkslieder. Immer wieder wird der Reformkommunist und Parteichef („Muz c. 1“ auch genannt) von jungen Verehrerinnen geherzt und geküßt. Ministerpräsident Cernik reicht ihm ein Taschentuch, um den Lippenstift aus dem Gesicht zu wischen: „Das macht doch nichts, meine Alte ist in Jugoslawien“, wehrt Dubček ab. Die Stimmung steigert sich noch, als man erfährt, daß Slovan Bratislava in Hamburg gegen den HSV 5:1 gewonnen hat: Es ist dasselbe Ergebnis, mit dem im Februar bei den Olympischen Spielen in Grenoble die Eishockey-Mannschaft der ČSSR die Sowjetunion besiegt hatte, ein Ereignis, mit dem – so die Prager Sportinteressierten und -interessenten – „alles anfing“.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen