■ DIW und Kohl für Währungsunion: Dollar-Turbulenzen begrenzen
Berlin (rtr) – Die wirtschaftlichen Probleme durch den gefallenen Dollarkurs zeigen nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, wie notwendig es ist, die Europäische Währungsunion konsequent voranzutreiben. „Je mehr Europa über eine eigenständige Geldpolitik verfügt, um so geringer wird die Bedeutung von Turbulenzen des Dollarkurses“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Studie des DIW. Eine Europäische Zentralbank könnte den Dollarkurs mit ebenso vornehmer Zurückhaltung betrachten wie gegenwärtig die amerikanische Notenbank.
Nach Ansicht des DIW ist die derzeitige Krise die Folge massiver Spekulationswellen, denen die europäische Geldpolitik ratlos gegenüberstehe. Dazu trage auch bei, daß es in den Ländern der EU durchaus unterschiedliche Vorstellungen gebe, wozu ein Geldpolitik alles gut sei. Die einen wollten Preisstabilität, die anderen Wachstum und Beschäftigung.
Bundeskanzler Helmut Kohl hat sich auf dem Sparkassentag in Hannover ebenfalls für die Europäische Währungsunion stark gemacht. Die Stabilität der Währung sei für die Bundesrepublik von höchstem politischen Wert. Wichtig sei vor allem, daß die Stabilitätskriterien eingehalten würden. Es sei nicht so entscheidend, ob die Währungsunion ein Jahr früher komme oder später.
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