: Dioxinspielplatz wieder eröffnet
■ Gartenbauamt sieht keine Gefährdung für Kinder
Schaukeln erlaubt, wippen verboten Foto: Jörg Oberheide
Dioxinspielplatz wieder geöffnet
Gartenbauamt sieht keine Gefährding für Kinder
Seit gestern nachmittag können Kinder auf dem Spielplatz im Huckelrieder Park wieder schaukeln, rutschen und im Sand buddeln. Wippen bleibt allerdings verboten: Die dioxinverseuchte Fläche im Mittelteil der Anlage bleibt jedoch weiter mit einem Zaun abgesperrt. Alle anderen Spiel- und Sportplätze, die letzte Woche von der Umweltbehörde abgeriegelt worden waren. bleiben vorläufig geschlossen (vgl. taz vom 17.4..). Das teilte Hinrich Behrens, Abteilungsleiter des Gartenbauamtes, auf Anfrage mit. Das Gartenbauamt hatte die Eingangpforten des Spielplatzes in Huckelriede vor sechs Tagen vorsorglich abegesperrt, Dadurch sollte verhindert werden, daß Kinder auf dem Platz spielen, bevor die verseuchte Teilfläche eingezäunt ist. Nach alten Unterlagen war der Boden an den Spielgeräten vor mehr als dreißig Jahren mit dioxinhaltiger Schlacke aus einer Kupferhütte im Sauerland befestigt worden.
Das hochgiftige Kieselrot liegt nach Angaben von Hinrich Behrens „fünf Zentimeter unter der Rasenfläche“. Es sei nicht notwendig, die Fläche abzudecken, weil diese „völligvergrast“ sei. An Wippe, Schaukelpferd und Spiellok wächst jedoch längst kein Gras mehr: Durch die Dauerbelastung des Bodens wurden Kuhlen gebildet und die kupferrote Schlacke liegt an der Erdoberfläche. Behrens, der nach eigenen Angaben maßgeblich an der Aufdeckung der Dioxinfunde beteiligt war, schließt jede Gefährdung der Kinder „mit Sicherheit“ aus. „Kieselrot ist ein Langzeitgift und kein Akutgift. Man müsse schon „ein Kilo Trockenmasse essen, um 100 Nanogramm aufzunehmen“. Das ist der kritische Richtwert des Bundesgesundheitsamtes für Dioxinkonzentration. Auf dem seit Monaten gesperrten Spielplatz Auf dem Beginenlande im benachbarten Kattenturm wurden nach Angaben von Rolf- Dieter Wundes vom Umweltressort 10.500 und bei Nachproben 12.500 Nanogramm pro Kilo gemessen. In Huckelriede wurden noch keine Proben gezogen. Ralph Spill
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