: Dienstverpflichtete Zahnärzte
■ Sanktionen gegen Niedersachsens Zahnklempner erwogen
Hannover (dpa/taz) – Verschwörung allerorten. Eine „radikale Minderheit von Funktionären“ treibt derzeit ihre politischen Manöver gegen Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU). So zumindest sieht das Udo Barske vom Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen. Hintergrund seiner geharnischten Worte gegen die Kaste der Zahnärzte ist die Drohung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsens (KZVN), wegen des bereits weitgehend erschöpften Honorartopfs Kassenpatienten nur noch in Notfällen zu behandeln.
Selbst im Sozialministerium in Hannover grübelten gestern Vertreter von Krankenkassen und Behörden über mögliche Sanktionen gegen die KZVN nach. Ergebnislos. Denn so einfach ist es nicht, Kassenzahnärzten einfach ihre Zulassung zu entziehen.
Die gesammelten Vorwürfe wies Dieter Krenkel von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung gestern zurück. In Wahrheit habe die Politik kein Geld mehr und wolle die Zahnärzte nun im Rahmen einer Dienstverpflichtung zur Arbeit zwingen. Die Schuld liege beim Gesetzgeber, gegen den die Kassen ihren Zorn richten sollten.
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