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„Die sind doch Welpen“

Treffen sich sieben Frauen aus der taz und reden über Männer

Protokoll Kersten Augustin und Mitsuo Iwamoto

Nach dem Vorbild der feministaz haben wir Frauen aus der taz zum Gespräch gebeten. Um freier zu sprechen, wurde vereinbart, die Antworten ohne Namen zu veröffentlichen.

Jungs sind schlechter in der Schule, Männer sterben früher. Selber schuld?

Frau 1: Die Frage langweilt mich, darüber reden wir seit Jahrzehnten! Es stimmt, wenn wir nach der Wissenschaft gehen, müssten wir auch Jungs fördern. Aber junge Männer müssen auch Verantwortung für sich übernehmen. Die sollen sich mal zusammenreißen.

Frau 2: Nein, wissenschaftlich erwiesen ist doch, dass Jungs heute anders als früher nicht mehr bevorzugt werden und deshalb schlechter abschneiden.

Frau 3: Ich glaube, alle sind schuld. Natürlich sind Männer selbst schuld, wenn sie nicht zum Arzt oder Therapeuten gehen. Das ist halt das Stereotyp: Man redet nicht über Gefühle, man zeigt sich nicht schwach. Aber gleichzeitig muss man auch Frauen und allen anderen Geschlechtern sagen: Lasst Männer diese Stereotype abbauen. Viele erwarten immer noch, dass er der Starke ist. Man muss die Männer auch schwach sein lassen.

Frau 4: Es sind ja bestimmte Männer, die früher sterben: Armut und Rassismus verstärken diesen Effekt. Der Mittelschichtsjunge, der in der Schule schlecht ist, bekommt von den Eltern Nachhilfe bezahlt.

Frau 5: Lustig, wir reden sofort total fachlich und zitieren Studien, statt über uns zu sprechen.

Frau 6: Ich kann auch persönlich sprechen: Ich kenne das von Freundinnen mit Söhnen, vom Kinderladen bis zum Abi: Die Jungs wurden viel mehr verzogen. Die Produktion von Mini-Machos, das ist auch die Verantwortung der Mütter.

Frau 7: Ich habe einen Sohn und merke, dass da viel unbewusst passiert. Es geht bei der Frage los, wie ich reagiere, wenn mein Kind fällt. Sag ich dann bei einem Jungen doch schneller: „Hab dich mal nicht so“?

Frau 2: Kennt ihr den Ausdruck „Golden Retriever Boys“? Gemeint sind Jungs, die ganz lieb gucken und damit die Lehrerinnen bezirzen, aber hintenrum Scheiße bauen. Die gibt‘s auch in der erwachsenen Variante.

Habt ihr mal einen Mann sexistisch diskriminiert?

Frau 6: Ich hab in meinen Zwanzigern alle Männer als Wichser bezeichnet. So: Ey, du Wichser, na, ihr Wichser?

Frau 5: Geht das überhaupt, Männer sexistisch diskriminieren? Ich würd sagen: nee.

Frau 1: Ich würde sagen: doch. Ein Beispiel: Wenn Frauen sich über Männer unterhalten und sagen, dass der Typ ’nen geilen Arsch hat.

Frau 6: Das ist doch ein Kompliment!

Frau 3: Für mich ist Sexismus eine gesellschaftliche Struktur. Im Patriarchat werden Männer bevorteilt und Frauen benachteiligt. Trotzdem können Frauen Männer aufgrund ihres Geschlechts herabwürdigen. Aber das ist halt kein Sexismus.

Frau 5: Aber wenn eine alte weiße reiche Frau einen schwarzen Liebhaber hat, der keine Kohle hat, dann frag ich mich schon, ob das nicht auch Sexismus sein kann.

Frau 7: Aber geht es da nicht um die rassistische Sexualisierung von schwarzen Männern? Und das Ausnutzen eines finanziellen Machtgefälles?

Frau 2: Ich mache gern Witze über Männer. Zum Beispiel, dass die nie was finden im Haushalt.

Frau 3: Ich habe Männer natürlich schon auf ihr Aussehen reduziert. Und ich nutze Geschlechterklischees, um faul sein zu können. Dann lasse ich meinen Mann mehr putzen oder aufs Kind aufpassen und sage: Ich will Stereotype brechen. Aber eigentlich will ich einfach nur auf der Couch liegen oder mein Bier trinken.

Frau 6: Meine Tochter ist, was Ordnung angeht, eine extreme Schlampe. Ich hab sie irgendwann bestärkt und gedacht: Wenn sie auszieht, ist das meine Rache am Patriarchat.

Sind Frauen in Führungspositionen solidarischer als Männer?

Frau 6: Nein! Nächste Frage.

Frau 1: In der taz haben wir jetzt eine weibliche Führungsspitze. Und die Kommunikation läuft viel besser als früher. Ich kann mich noch an diesen Ressortleiter erinnern, der saß breitbeinig in der Konferenz und sagte über ein Frauenthema: Ist doch scheißegal, hab ich schon im Spiegel gelesen. So was würde es heute nicht mehr geben.

Frau 6: Ich habe hier aber auch zwei Frauen als Chefinnen erlebt, die haben fast nur Männer gefördert, es gab nur zwei, drei Alibifrauen. Das hat sich erst mit einem männlichen Chef geändert.

Frau 4: Als Volo kommt man ja viel rum. Es gibt viele weibliche Ressortleitungen, aber nur eine nichtweiße Ressortleitung.

Frau 3: Die jüngeren KollegInnen in meinem Ressort beschweren sich mehr über andere weibliche Kolleginnen als über Männer.

Frau 2: Eine Kollegin, die hier nicht mehr arbeitet, hat gesagt: Sie hat in der taz zum ersten Mal weiblichen Machismo erlebt.

Warum lebt ihr noch mit Männern zusammen?

Frau 6: Schaut mal, mein Ring! Ich bin verheiratet, freiwillig. Als ich mit ihm zusammengezogen bin, haben mich die wirtschaftlichen Verhältnisse gezwungen, weil ich die Miete nicht zahlen konnte. Aber ich leb’ gern mit ihm, er nervt nicht.

Frau 7: Ich lebe mit einem Mann zusammen. Und weil das mein Sohn ist, behalte ich ihn auch.

Frau 4: Ich lebe allein. Die Vorstellung, mit einem Mann zu leben, löst Angst in mir aus. Mein Zuhause ist ein ganz intimer Ort.

Frau 7: Statistisch gut für dich, denn: Frauen, die allein leben, werden älter und glücklicher. Bei Männern ist es andersrum.

Frau 6: Kommt auf die Lebensphase an. Vater, Mutter, Kind, das war ätzend. Wenn einer ausgeht, muss die andere drin bleiben. Da fängt das Machtgerangel an.

Frau 5: Ich propagiere unser Modell: Getrennt erziehen. Wir verstehen uns viel besser als in unserer Partnerschaft. Für die Kinder ist es nicht toll, aber für die wäre es auch nicht gut, wenn wir noch zusammen wären. Jetzt bin ich die Hälfte der Woche Single und hab die Kinder nicht um mich rum.

Frau 4: Na ja, aber bis heute ist Heiraten für Frauen die beste Absicherung.

Frau 3: Ich habe auch Freundinnen, die deshalb heiraten.

Frau 5: Aber wenn Frauen sich in diese Konstellation begeben und weniger arbeiten, und dann trennen sie sich, sehen sie alt aus.

Frau 2: Meine Mutter hat gesagt, mach, was du willst mit deinem Leben. Aber du musst finanziell unabhängig sein.

Frau 1: Deshalb finde ich es schwierig, wenn Frauen lange Teilzeit arbeiten. Da sag ich: Hör auf damit! Nicht für den Kapitalismus, sondern für dich.

Wo habt ihr in der taz bereits Mackertum erlebt?

Frau 3: Wenn eine Frau einen Job bekommt in der taz, gratulieren im internen Mailverteiler nur Frauen.

Frau 5: Dieser Mailverteiler ist ein super Beispiel: Diese furchtbaren Diskussionen da. Das sind fast nur Männer, die Lust haben, sich gegenseitig niederzumachen.

Frau 1: Es gibt ältere Männer in der taz, die müsst ihr mal beobachten. Wenn die in einen Raum kommen, und zwei Frauen sitzen da, sagen die: Ah, ist ja noch niemand da.

Frau 7: Wir haben hier aber auch viele Männer, auf die treffen diese ätzenden Verhaltensweisen nicht zu. Ich finde das nervig zu sagen: Männer sind so oder so.

Frau 2: Ich wünsche mir, dass diese Männer mit den Mackermännern reden, damit es nicht Aufgabe der Frauen bleibt.

Beim Frauenstreik wurde eine Bro Culture in der taz kritisiert. Wie sieht die aus?

Frau 6: Vor dreißig Jahren gab es diese Breitbeinigkeit, wo Frauenthemen als Gedöns abgetan wurden. Heute sind die Männer in der taz doch wie kleine Welpen.

Frau 4: Ich unterstütze den Streik, aber ich hab diese Bro Culture bisher auch nicht so wahrgenommen.

Frau 7: An meinem ersten Tag hat der Ressortleiter mich einem anderen Kollegen vorgestellt und gesagt: „Ich hab heute leider keine Blondine für dich.“ Ich war geschockt. Aber gut war, dass ein anderer Kollege eingeschritten ist und gesagt hat: Was ist das denn für eine Vorstellung?

Frau 3: Als ich neu war, sollte ich beim „Boulevard der Besten“ vorgestellt werden. Da hat der Kollege im Vorstellungstext meinen Körper kommentiert und geschrieben, dass ich dick bin. Ein anderer Kollege hat dann zu dem Autor gesagt: Entweder du löschst das, oder ich mach das.

Frau 1: Aber das sind die älteren Männer, die sich das rausnehmen. Die ändert man nicht mehr. Jüngere Kol­le­g:in­nen, egal welches Geschlechts, sind solidarischer miteinander.

Worauf achtet ihr bei der Erziehung der Männer in eurem Leben?

Frau 5: Männer erziehen? Ne! Da geh ich lieber ins Kino.

Frau 7: Mein Sohn ist groß und breit, und wenn er abends rausgeht, sage ich ihm, dass es sich für Frauen unsicher anfühlen kann, wenn er hinter ihnen läuft. Wir haben mal ein Buch über ­toxische Männlichkeit gekauft und darin zusammen gelesen. Männer ­ernähren sich schlechter, haben weniger soziale Kontakte, sterben früher. Ich will, dass er die Gründe dafür versteht.

Frau 5: Ich finde das schwierig: Wenn Jungs ständig hören, wie schlecht Männer sind, dass sie alle Vergewaltiger sind: Was macht das mit ihrem Selbstbild? Das muss furchtbar sein, ständig zu hören: Du bist irgendwie falsch.

Frau 7: Das ist nicht die Message des Buchs. Es geht darum, wie könnte eine neue Männlichkeit aussehen? Aber vielleicht reden wir auch zu generell. Mein Sohn ist kein weißer Junge. Er entspricht einem rechten Feindbild. Deshalb sage ich ihm: Du musst darauf achten, wie du auftrittst. Du wirst anders bewertet.

Warum übernehmt ihr mehr Care-Arbeit als die Männer in eurem Leben? Weil ihr es besser könnt?

Frau 3: Mach ich nicht. Ich lebe mit einem Mann, und wir achten darauf, dass das fair abläuft.

Frau 6: Doch, am Ende übernehme ich viel mehr Arbeit. Vor allem die so­zialen Geschichten. Alle Männer, mit denen ich zusammen war, waren da Vollversager. Geburtstage, Geschenke besorgen, Verabredungen mit Freunden.

Frau 2: Ich versuche, es nicht zu machen, aber dadurch werde ich zu dieser komischen Frau, die Aufgaben verteilt. Die nervige Person, die fragt: Deine Mutter hat Geburtstag, hast du ein Geschenk?

Frau 6: Eigentlich müsste man es aushalten, wenn dann was nicht klappt. Aber oft denkt man sich doch: Die arme Mutter hat wieder kein Geschenk.

Frau 2: Urlaube zum Beispiel buche ich nicht mehr für uns, weil ich die Einzige bin, die sich darum kümmert. Aber dann fahren wir halt nicht mehr zusammen in den Urlaub.

Frau 1: Als ich noch mit dem Vater meiner Tochter zusammen war, habe ich die Care-Arbeit gemacht. Gibt auch einen Grund, warum wir nicht mehr zusammen sind.

Frau 6: Ich war lange dafür, dass Männer einen Beziehungspass haben müssen, wo die Frauen Eintragungen machen. Wie ein Impfpass. Da steht dann drin: Hilft zu wenig im Haushalt. Bevor man sich auf ihn einlässt, könnte man sich das durchlesen. (Runde lacht)

Frau 4: Das gibt’s schon! Ich bin in Gruppenchats, wo Frauen ihre Online-Dating-Erfahrung mit Typen teilen. Und da dann Bilder von deren Profilen reinstellen und sich warnen.

Was können Männer besser als Frauen?

Frau 6: Männer können sich besser auf Sachen konzentrieren, die sie machen wollen. Die fühlen sich nicht verantwortlich: Oh, jetzt muss ich noch einen Kuchen backen oder so einen Scheiß.

Frau 5: Ich gehe gern mit Männern weg, weil man mit denen so schön schweigend am Tresen sitzen kann. Und Männer sind beim Streiten nicht so nachtragend.

Frau 3: Also die Männer in meinem Alter sind anders. Ich habe keinen Freund, mit dem ich in einer Bar sitzen könnte, und der schweigt einfach. Die merken sich Sachen. Die reden sogar über ihre Gefühle.

An meinem ersten Tag hat der Ressortleiter mich vorgestellt mit: ‚Ich hab heute leider keine Blondine für dich‘ 

Alle: Wow!

Frau 2: Ich finde, Männer können besser sagen, was sie wollen. Bei Frauen macht mich das wahnsinnig: „Ich würde es machen, aber nur, wenn du damit kein Problem hast.“ So ein Rumgetanze, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt.

Jede zweite Frau hat Beziehungsgewalt oder sexuelle Belästigung erlebt. Sprecht ihr darüber mit Männern?

Frau 1: Klar. Die Männer, mit denen ich darüber spreche, finden das auch problematisch. Und wissen, wie sie sich zu verhalten haben.

Frau 5: Mein letzter Freund war ein „normaler“ Mann. Dem musste ich viele Sachen erst erklären, also zur Diskriminierung von Frauen. Im taz-Kosmos mag das vielen klar sein, aber viele Männer da draußen wissen es nicht.

Frau 4: Ich habe schon fast alles erlebt. Ich wurde in meiner Wohnung begrapscht, im Bus. Leute haben mich verfolgt, auch in Umkleidekabinen oder mit Autos, bis zu meiner Haustür. Frauen habe ich das immer erzählt, Männern lange nicht. Aber dann habe ich es gemacht, und es war total positiv. Die haben Anteilnahme gezeigt und mit mir auf den Bus gewartet. Das war schön.

Frau 7: Die Frage ist komisch. Es sollte nicht um unsere Verantwortung gehen, etwas zu erzählen, sondern um die Verantwortung von Männern.

Frau 6: Ich wurde sogar schon in der taz begrapscht, in meinen Zwanzigern und Dreißigern wurde ich ständig belästigt. Meine Mitbewohner haben damals schon die Straßenseite gewechselt, wenn sie nachts hinter einer Frau gelaufen sind. Aber mein Bruder, ein Maschinenbauer, konnte das nicht akzeptieren. Er hat gesagt: Ich bin doch ein Guter, das muss die spüren.

Frau 2: Viele kennen die Statistiken. Aber es gibt immer noch dieses Bild, dass eine Frau, die Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, einen „Schaden“ hat, etwas „Gebrochenes“. Zu erfahren, dass die Person, mit der man befreundet ist, das erlebt hat, das verändert etwas. Und damit die Zahlen nicht abstrakt bleiben, sollten wir öfter darüber sprechen.

Frau 3: Wenn ich Männer frage, ob sie darüber reden, wenn Frauen nicht dabei sind, dann sagen die alle: neee. Wir kennen die Opfer, aber wir kennen ja auch die Täter. Mit ihnen müssten Männer reden. Das hat mich genervt beim Fall Christian Ulmen. Da haben sich Schauspieler reihenweise distanziert. Ich dachte: Warum distanziert ihr euch von eurem Freund? Fragt ihn: Was war los bei dir? Warum hast du das gemacht? Und was können wir alle tun, damit das nicht noch mal passiert?

Seid ihr so feministisch, oder tut ihr nur so?

Frau 5: Ich habe mir neulich mit einer Kollegin eingestanden, dass wir verinnerlicht haben, dass Männer die wichtigeren Personen sind. Politisch würde ich immer sagen, Frauen vor und alles. Aber genauso wie ich weiß, dass ich rassistische Stereotype aufgesogen habe, habe ich auch Unfeministisches aufgesogen.

Frau 7: Es geht ja auch um die Form von Feminismus, von der wir hier sprechen. Sind wir wirklich intersektional und denken auch Rassismus und Klassismus mit? Oder fördern wir doch weiße Frauen und lassen andere außen vor?

Frau 3: Feministin sein heißt oft auch zu nerven. Bei manchen Witzen lache ich lieber mit, als die Stimmung kaputtzumachen.

Frau 1: Ich habe natürlich viel verinnerlicht. Aber immer wenn es darum geht, Texte einzukaufen oder Menschen einzustellen, schaue ich zuerst nach jungen Frauen. Schwierig ist es, weil Frauen oft sagen: Da muss ich drüber nachdenken. Während Männer vor dir stehen und sagen: Ich schreib dir alles, kein Problem. Da gerate ich im Redaktionsalltag an Grenzen.

Frau 6: Ich finde, Frauen sind auch selber schuld, wenn sie weniger sichtbar sind. Diese Erzählung, dass Männer sich in der taz breitbeinig hinstellen und die Frauen nicht schreiben lassen würden, das ist wirklich unwahr.

Frau 5: Ich finde es gar nicht schlecht, wenn Menschen sagen: Ich habe keine Ahnung von diesem Thema. An breitbeinigen Kommentaren von Männern, die keine Ahnung haben, müssen wir uns kein Beispiel nehmen.

Wann habt ihr davon profitiert, kein Mann zu sein?

Frau 5: Ich konnte Kinder gebären. Das war toll.

Frau 7: Ich hab ein Volontariat bekommen, das explizit für Frauen mit Migrationsgeschichte ausgeschrieben war. Meistens profitieren von der Frauen­quote in der taz weiße Frauen.

Frau 6: Ich glaube, das hat auch mit dem Gehalt zu tun. Du musst es dir leisten können, in der taz zu arbeiten. Viele Leute mit Migrationsgeschichte, die ein Studium geschafft haben, gehen nicht für dieses Gehalt arbeiten.

Frau 4: Ich finde, das Beste am Frausein sind die anderen Frauen. Da ist diese Solidarität und Intelligenz und Intimität, die man teilt, wenn man unter sich ist.

Frau 5: Vielleicht können wir überlegen: Warum wäre man lieber ein Mann als eine Frau?

Frau 3: Pinkeln. Auf jeden Fall pinkeln.

Teilgenommen haben Eiken Bruhn, Isabel Lott, Katrin Gottschalk, Jasmin Kalarickal, Raweel Nasir, Simone Schmollack und Carolina Schwarz.

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