: Die richtige Molotowcocktail-Mischung
Von heute aus fast unglaublich: Im Frühjahr erschien auf der Titelseite der Verbandszeitung (LSZ) des Liberalen Deutschen Studentenbunds (LSD) die Bauanleitung für Molotowcocktails, um – so Leitartikler Xaver Niggeli — „den Terrorsprücheklopfern des Establishments einen Begriff davon zu geben, was Terror ist“. Nach der Beschlagnahme argumentierte LSD-Vorständler F. W. Bergmann (ein pyrotechnisch ausgebildeter Gefreiter) zunächst mit der Harmlosigkeit der – Fehlkonstruktion: „Im M-Cocktail fehlt eine Luftblase.“ Gutachter des Kriminalamts kamen nach einigen Versuchen jedoch zu dem Schluß: „Trotzdem ein hervorragendes Mittel zur Brandstiftung, und deswegen geeignet, schwerste Brandverletzungen hervorzurufen, die u.U. sogar tödlich sein könnten.“ Der Autor versuchte sich später, im Juli – vergeblich –, mit dem Hinweis, es handele sich dabei um „Satire“, herauszureden.
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