: Die Zeit der Narren
Foto: Philip Frowein/plainpicture
Von Reinhard Umbach
Markt und Straßen, sogar Gassen
sind nun wieder zugebaut,
werden Buden überlassen,wo wer brutzelt oder braut.
Da wo gestern noch Passanten
lässig und barrierefreischlenderten und einfach standen,ist die Schonzeit nun vorbei.
Schwerst betroffen sind die Nasen,
denen leider nichts entgeht,
wenn ein Potpourri von Gasengrobgestaubt die Stadt durchweht.
In dem Haus, wo „Alpenglühen“drohend an dem Giebel prangt,sind sie roten Sud am Brühen,
weil’s die Trunksucht so verlangt.
Drinnen auf den Hüttenbänkensiegt die Ausgelassenheit
in Sankt Martins Angedenken,
denn es ist ja Narrenzeit.
Und so wandert aus den Mauernmancher bis aufs freie Feld
und freut sich schon, wenn beim Bauern
heiser nur ein Hofhund bellt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen