Die Wahrheit: Ode an die Mayonnaise
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Diesmal darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über eine weiße Sauce erfreuen.
Parmesan und Emmentaler,
Roquefort, Sbrinz und Brie,
Romadur und Goudataler,
und sogar Ziegenkäse – iih!
Manche sind sich für nichts zu schade
Und essen dazu Marmelade.
Mir wird schon schlecht, wenn ich’s bloß lese.
Mehr Contenance! Und: Mayonnaise!
Meerrettichsahne, Ketchup, Essig,
Balsamico und Chiliöl,
Blüten im Dressing (superlässig)
Und ohne Senf herrscht groß Genöl.
Am allerärgsten: Safransud.
Jetzt ist aber mal wirklich gut!
Ihr lieben Leut, was ein Gewese,
Es braucht doch schlicht nur Mayonnaise!
Grünzeugpamps zu kaltem Braten
Kräuterbutter auf das Fleisch
Und zum Fisch – man kann's erraten –
Pesto oder gar Trüffel … kreisch!
Gemüsesticks mit Joghurtdip
Und – ganz frugal – nem Gläschen Hipp?
Das ist doch alles kalter Käse,
State of the Art ist Mayonnaise!
Gabel, Schüssel, Senf hinein
Ein Eigelb, Salz, Öl (Strahl schön fein!).
Jetzt alles hübsch verkleppern,
Die Schüssel darf gern scheppern.
Knoblauch, Zitrone, Espelette
Machen’s dann bunt plus extranett.
Und echt, der Künstler Jott Punkt Meese,
Der malt sogar mit Mayonnaise!
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