Die Wahrheit: In den Januar geflüstert
Donnerstag ist Gedichtetag: Diesmal darf sich die Leserschaft an einem Poem über einen dunkel-dämmrigen Monat erfreuen.
Frühe Straßen, schwarz und kalt.
Fahrer kratzen wirr an Scheiben.
Raue Hände purpurn treiben.
Autos röcheln ungestalt.
Harscher Wege gräulich Schnee.
Krähen stürzen sich von Dächern.
Finger weiden klamm an Bechern,
Und im Schuh zerschellt ein Zeh.
Schwüle in den Bahnen wohnt,
Bleicher Münder dunkles Bellen.
Nasen grünlich überquellen,
Und in Stirnen Eiter thront.
Dämmerung! Die Niesel wehn.
Wagen kreischen jähe Lieder,
Und ein jeder Greis bricht nieder.
Becken bersten still und schön.
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Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
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