Die Wahrheit

Der Neue auf dem Denkmal

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über den steinernen Helden fürs Schloss Bellevue erfreuen.

Foto: dpa

Feucht quillt es aus den Externsteinen,

denn ganz Westfalen ist am Weinen.

Prall füllen Pader, Ems und Lippe

die Tränen der Cheruskersippe.

Doch sind es reinste Freudenzähren,

die diese Feuchtigkeit erklären!

Von Detmold bis nach Bielefeld

schallt laut: „Hoch unser neuer Held!“

Das Hermannsdenkmal wird verbreitert

und für den Schulterschluss erweitert.

Frank-Walter grüßt als Sozius

in Stein dann nebst Arminius.

Ihn wollen sie zum König küren,

die in Berlin die Feder führen.

Er soll die Gauckschaft übernehmen

und sich ins Schloss Bellevue bequemen.

Ihm schenken sie die Bundeskrone

für manche Heroldstat zum Lohne,

hat er doch früh im Kanzleramt

die Voodoo-Pflöcke eingerammt.

Er hat das Prekariat entrechtet,

die halbe SPD geschächtet,

er war es, der die Gründe lieh,

wenn Kaiser Gerhard „Basta!“ schrie.

Das will und muss schon hier auf Erden

von der Union gewürdigt werden.

Da reicht nicht nur ein Lorbeerblatt

für das, was er geleistet hat.

Am 25.11.2016 feiern wir im Heimathafen Neukölln in Berlin – Seien Sie dabei.

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