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Die WahrheitEinkaufsblues

Neulich Abend ists gewesen, Hier ums Eck, bei Edeka...

Als ich hinterm Aufschnitt-Tresen

Dich, du Holde, stehen sah.

Weihnachtsengelblonde Locken,

Bernsteinaugen, Erdbeermund -

Himmel, war ich von den Socken,

Dachte: Donnerwetter! und:

Wird das Schicksal uns vereinen?

Enden meine Seelenpein?

Süßer Blick! Er traf den meinen

Und du sprachst: "Was darfs denn sein?"

Wardst du meiner Liebe inne?

Ach, du lächeltest kokett!

Beinah schwanden mir die Sinne,

Doch ich sagte: "Zwiebelmett,

Hundert Gramm, und eine Schnitte

Leberkäs." Das gabst du mir.

Und du sprachst: "Der Nächste, bitte."

Wortlos wankte ich zur Tür.

Später stand ich auf der Straße,

Regen wehte in mein Ohr,

Und mir kam in hohem Maße

Dieses Leben sinnlos vor.

Nächste Woche werd ichs wagen;

Fragst du dann: "Was darf es sein?"

Werd ich laut und deutlich sagen:

"Du, Geliebte, du allein!"

Die Wahrheit auf taz.de

Die Wahrheit

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


Die Wahrheit

hat drei Grundsätze:

Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



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3 Kommentare

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  • S
    SunshineReggae

    meine mutter is die wurstfrau bei reichelt, das gedicht hat mich persöhnlich berührt

  • M
    micha

    Sehr schön. Wilhelm Busch hätte seine Freude dran gehabt.

    "Regen wehte in mein Ohr" ist ganz großes Kino.

  • W
    WilderWusel

    Na,wenn sie dann nur nicht sagt: Darfs ein bißchen mehr sein?