: Die „Rache Stalins“: Blätter so groß wie Regenschirme
Eine zu Sowjetzeiten in Kasachstan gezüchtete Pflanze ist zum Schrecken der Menschen in Südpolen gewachsen. Beim Berühren des „Bortsch von Sosnowski“ komme es zu fürchterlichen Verbrennungen, berichteten die polnischen Medien, die in diesem Zusammenhang von der „Rache Stalins“ sprachen. Die mehr als vier Meter hohen Gewächse mit regenschirmgroßen Blättern verdrängten vor allem in den südlichen Regionen Polens alle anderen Pflanzen. Krankenhäuser berichteten in den vergangenen Wochen vermehrt von Patienten mit Brandwunden, die zuvor die Pflanze berührt hatten. Das staatliche Fernsehen zeigte Bauern mit völlig vernarbten Körpern, die in Bortsch-Feldern gearbeitet hatten. Angeblich soll „Stalins Rache“ auch schon Deutschland erreicht haben. Der Bortsch von Sosnowski war in den 70er Jahren in Kasachstan als Viehfutter gezüchtet und dann nach Polen exportiert worden.Foto: AP
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen