: Die RAF - ein Phantom?
■ betr.: RAF-Anschlag in Weiterstadt
betr.: RAF-Anschlag in Weiterstadt
[...] Die Lösung des Anschlags von Weiterstadt ist einfach: Die RAF war's. Daß die RAF heute nicht dieselbe aus den Jahren um 1970 ist, wird mit keinem Wort erwähnt. Aus Archiven holt man schnell sechs Fotos, auf denen sechs mutmaßlich im Zusammenhang mit dem Attentat von Weiterstadt gesuchte Personen abgebildet sind. Ob sie irgendetwas damit zu tun haben, spielt keine Rolle. Ebenso spielt keine Rolle, ob und falls ja, was die Berliner Polizei bei den beiden Wohnungsdurchsuchungen in Berlin gefunden hat. Die Rede ist von einem Attentat auf von Stahl. Hinweise auf eine Planung desselben gibt es derzeitig nicht, nachdem was bisher öffentlich bekannt ist. Pressekampagnen im Zusammenhang mit der RAF sind hinreichend bekannt.
Wenig bekannt ist, daß die Gewalt in Sachen RAF vom Staat ausging: Erinnert sei hier an den 2. Juni 1967 (Tod des Studenten Benno Ohnesorg) und den 11. April 1968 (Mordversuch an Rudi Dutschke). Die Kaufhausbrandstiftung von Gudrun Ensslin und Andreas Baader datiert nach dem ersten Gewaltübergriff des Staates auf die Studentenbewegung!
Außer skurrilen Bekennerschreiben und zweifelhaften Indizien und Zeugen, wie zum Beispiel Nonne, hat der Staat schon lange keine Beweise mehr dafür, daß es die RAF überhaupt noch gibt. Die RAF – ein Phantom? M. Braum, Darmstadt
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