: Die Macht des Wortes
■ Verleihung des Friedenspreises ohne den Preisträger
Vaclav Havel hat den diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommen. Gestern war Preisverleihung
-ohne Havel, der von den CSSR-Behörden keine Ausreisegenehmigung bekam. Seine Rede, von der wir auf unserer Buchmessenseite Auszüge abdrucken, wurde von dem Schauspieler Maximilian Schell verlesen. Havel über die Macht des Wortes: „Es kann ein Lichtstrahl im Reich der Finsternis sein, doch es kann auch ein todbringender Pfeil sein.“ Und ob das Wort Rushdies mehr Macht hat als das Chomeinis, so Havel, ist leider noch nicht erwiesen. Denn „das Wort ist eine ambivalente Erscheinung“. Die Laudatio auf Havel hielt der französische Philosoph Andre Glucksmann
-auch daraus bringen wir Auszüge. Außerdem eine Randbemerkung von Erich Kuby über die Buchmesse („ein neurotisches Unternehmen, das in seiner Bedeutung lächerlich überschätzt wird“) und ein Artikel über die Nöte der Übersetzer. Siehe Seite 9
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen