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Die Linke siegt in Berlin klar vor der CDU

Mit rund 26 Prozent der Stimmen kommt die Linke bei der Abgeordnetenhaus­wahl auf den ersten Platz. Die CDU erreicht etwa 20 Prozent

Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin den Hochrechnungen zufolge klar gewonnen. Den Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF zufolge ist die Linkspartei bei der Wahl am Sonntag auf über 25 Prozent der Stimmen gekommen. Die CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers hat mit etwa 20 Prozent den zweiten Platz erreicht. Auf dem dritten Platz folgen die Grünen mit mehr als 15 Prozent. Die AfD hat knapp 14 Prozent erreicht, die SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach rund 12 Prozent. Ins Landesparlament zieht nach Stand von 19.32 Uhr den Zahlen zufolge auch das BSW mit den notwendigen 5 Prozent der Stimmen ein.

Bei der Verkündung der Prognose um 18 Uhr gab es Jubel auf der Wahlparty der Linkspartei in Berlin. „In unserer Stadt haben die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen“, sagte Eralp und erklärte ihren Willen, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden.

Da die beiden stärksten Parteien Linke und CDU Bündnisse mit der AfD ausschließen, könnte es für eine Koalition aus Linkspartei, Grünen und SPD sowie möglicherweise auch für ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD reichen. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 73 Prozent – nach 62,9 Prozent im Jahr 2023.

Stefan Evers erklärte am Wahlabend: „Wir haben für die Ausgangslage ein ganz ordentliches Ergebnis erzielt.“ Er bedankte sich bei den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sich gegen „den Gegenwind gestemmt“ zu haben. Er wolle mit anderen Parteien ins Gespräch gehen, äußerte sich dazu aber nicht weiter. Steffen Krach sprach im ZDF von einem „miserablen Ergebnis“ für seine Partei. Zum weiteren Vorgehen bezüglich einer Regierungsbildung wollte er sich nicht äußern.

Die Grünen-Landesvorsitzenden Nina Stahr und Philmon Ghirmai erklärten noch am Wahlabend, eine rot-grün-rote Koalition anzustreben. „Wir wollen jetzt Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit SPD und Linken ein progressives Bündnis für Berlin schmieden“, erklärten die beiden. (jot)

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