: Die Hungerkünstler geben nicht auf
■ In Bischofferode wird weiterhin gestreikt
Berlin (dpa/taz) – Die 700 Kumpel im thüringischen Kali-Bergwerk Bischofferode geben den Kampf gegen die Schließung des Werkes nicht auf. Bei einer Abstimmung zeichnete sich am Freitag nach Angaben des Betriebsrates eine breite Mehrheit für die Fortsetzung von Protestaktionen und Hungerstreik ab.
Die Bundesregierung wird ihr Angebot, zwei Jahre lang Ersatzarbeitsplätze für die Bergleute von Bischofferode zu garantieren, nicht verbessern. Sprecher Vogel sagte am Freitag in Bonn, die Bundesregierung befinde sich damit in Übereinstimmung mit IG-Metall und Treuhand.
Die Bergleute lehnen das Bonner Angebot für Ersatzarbeitsplätze in der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung stillgelegter Bergwerksbetriebe ab. Damit sollten die Kumpel nur bewogen werden, den Kampf aufzugeben. Die Zusage sei zu unverbindlich.
Die Kali u. Salz AG (Kassel) hat bestätigt, daß sie bei der EG-Kommission in Brüssel die Genehmigung ihrer Fusion mit der Mitteldeutschen Kali AG (Sondershausen) beantragt hat. Das Fusionskonzept sieht unter anderem die Schließung von Bischofferode vor.
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