: Die High-Tech-Schule
■ Initiative fördert Multimedia-Bildung
Die schöne neue Multimedia- Welt ist technisch bereits möglich und wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Aber im Schulalltag ist davon noch nicht viel zu sehen. Um das zu ändern, veranstaltete die „Initiative für Bildung in der Informationsgesellschaft“ (IBI) vorgestern an der TU Berlin einen Aktionstag.
Ausgangspunkt der Gespräche zwischen Vertretern von Staat, Hochschulen und Wirtschaft war das „Berliner Memorandum“, ein Aufruf, der bereits Ende vorigen Jahres von 14 Fachleuten aus der gesamten Bundesrepublik an der TU initiiert worden ist. Es beinhaltet vier Forderungen: die Entwicklung von Szenarien für neues Lernen, Neuorientierung der Lehrpläne, entsprechende Lehrerbildung und die Ausstattung der Schulen mit multimedialen und vernetzten Computersystemen. Der Weg dorthin: „Die Wirtschaft gewährt Bildungseinrichtungen, die entsprechende Konzepte haben, eine Anschubunterstützung“, erläutert der TU-Professor Wilfried Hendricks, einer der Hauptinitiatoren des Memorandums und des Aktionstages. „Im Gegenzug erläßt der Staat Qualifizierungsprogramme für die Lehrenden und Ausstattungsempfehlungen für die Schulen.“ Achim Schreier vom Niedersächsischen Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung begrüßt die Idee: „In den letzten Jahren haben wir große Fortschritte mit unseren Modellversuchen gemacht.“ Mittlerweile fehle es allerdings an Geld, um die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Das soll sich ändern.
Was technisch möglich ist, präsentierten die Vertreter der Bundesländer: Am Berliner Stand wurde das globale Computernetz Internet vorgestellt, an das auch Comenius angeschlossen ist. Dieses Berliner Projekt integriert vier Schulen in ein Computernetz. Das Modell des NLI wiederum orientiert sich sehr stark an der Berufspraxis. Schüler können per Grafikprogramm und computergesteuerter Fertigungsmaschine Figuren aus Styropor herstellen. Lars Klaaßen
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