Die Anderen: La Stampa
■ betr.: Die Turiner Zeitung zum Plutoniumschmuggel
Die Turiner Zeitung zum Plutoniumschmuggel: Der Kalte Krieg ist zu Ende, aber seine Konsequenzen dauern an. Vor allem gehen die Strategien Rußlands und Amerikas auseinander. Wie soll man das überflüssige Plutonium loswerden? Soll man es überhaupt loswerden? Washington versucht, sich von dem unnötigen Plutonium zu trennen, indem es verbrannt oder vergraben wird.
Doch für eine solche Aktion braucht man zwei. Und in Rußland gibt es starke Kräfte, die genau das Gegenteil denken. Es ist heute schwierig zu sagen, ob der Atomschmuggel von München nur ein Bluff war, eine Provokation oder etwas Ernstes. Genauso schwierig ist es, herauszufinden, wer sich ein derartiges Manöver ausgedacht hat. Sicher ist nur, daß die Amerikaner den Russen nicht erlauben können, mit diesem Gepäck die Jahrhundertschwelle zu übertreten.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen