Die Anderen: Corriere della Sera
■ Betr.: Die Mailänder Tageszeitung am Sonntag zum Weltsozialgipfel in Kopenhagen
Die Mailänder Tageszeitung am Sonntag zum Weltsozialgipfel in Kopenhagen: Der einzige, der in Kopenhagen noch öffentlich lächelte, war UNO-Generalsekretär Butros Butros-Ghali, der zwar von Jelzin wie von Clinton versetzt wurde, aber dennoch 122 Staatschefs zusammentrommeln konnte.
Nicht einmal den linksradikalen Autonomen gelang es, ihm sein persönliches Fest zu verderben. Sie hatten riesige Kundgebungen versprochen, doch nur etwas mehr als 400 Demonstranten kamen tatsächlich. Für die Gipfel-Überraschung sorgte am Ende Fidel Castro. Der revolutionäre Graubart präsentierte sich der dänischen Königin nicht in gewohnter Uniform, sondern schritt an ihrer Seite gemessen im blauen Anzug mit Krawatte.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen