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Dicke Postmaus

■ Die Giganten Telekom und Microsoft vereinbaren Kooperation im ISDN-Netz

Bonn/Frankfurt (AP/taz) – Die deutsche Telekom und das amerikanische Software-Unternehmen Microsoft haben gestern in Frankfurt eine Zusammenarbeit im Bereich von Entwicklung und Marketing vereinbart.

Wie die Telekom in Bonn mitteilte, unterzeichneten Microsoft- Chef Bill Gates und Telekom-Vorstandsmitglied Horst Gellert eine Übereinkunft, mit der eine „strategische Partnerschaft“ eingegangen werden soll.

Ziel der Kooperation mit dem US-Marktführer im Bereich der Computerprogramme ist es nach Angaben von Telekom, die von Microsoft entwickelte Windows- Architektur für das von der Post aufgebaute digitale ISDN-Netz sowie für die zukünftige Netz-Infrastruktur zu nutzen. Mit Hilfe der Benutzeroberfläche Windows lassen sich Programme für Personal- Computer mit Microsoft-Betriebssystem einfacher bedienen. Über das ISDN-Netz, über das mit großen Geschwindigkeiten Daten ebenso wie Ton- und Bildinformationen übertragen werden können, sollen neben den heute üblichen Telefondiensten auch neue Anwendungen wie Videokonferenzen oder multimediale Datenbanken angeboten werden.

Von den Ergebnissen der gemeinsamen Entwicklung würden sowohl private als auch geschäftliche Anwender profitieren können, heißt es feierlich in der Erklärung. Vor allem jedoch verschafft die Kooperation dem Softwareriesen Microsoft einen Riesenvorsprung vor der Konkurrenz anderer Softwarehersteller. Denn mit der Installation von Windows wird der Gerätestandard für künftige Telekommunikationsanwendungen vorgegeben.

Davon wiederum profitiert der PC-Hersteller IBM, dessen Geräte mit dem Betriebssystem MS-DOS von Microsoft laufen. Gates zeigte sich folgerichtig „erfreut über die strategische Partnerschaft“ mit dem deutschen Netzmonopolisten.

Gellert sagte anläßlich der Unterzeichnung, die Kooperation beider Seiten biete „ein enormes Marktpotential, das sich die beiden führenden und marktstarken Partner Telekom und Microsoft erschließen werden“.

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