piwik no script img

Deutsche Polizeihilfe für Kabul

Otto Schily und Hamid Karsai unterzeichnen Verträge. Erste Polizisten sind unterwegs

BERLIN ap/afp ■ Deutschland hilft beim Wiederaufbau der afghanischen Polizei. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und der afghanische Regierungschef Hamid Karsai haben gestern in Berlin einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Noch am gleichen Tag sind die ersten fünf Beamten nach Kabul geflogen. Deutschland wird bei dieser Aufgabe auf afghanischen Wunsch die Führungsrolle übernehmen, sagte Schily. Er hoffe aber auf Mithilfe vieler weiterer Staaten. Zugleich betonte er, dass es sich nicht um den Aufbau einer internationalen Polizeitruppe in Afghanistan handele: „Es geht darum, Afghanistan zu helfen, eine eigene Polizei aufzubauen.“

Deutschland wird nach Angaben Schilys zum einen finanzielle Hilfe für die Ausstattung der afghanischen Polizei leisten. Zum anderen solle beim Aufbau einer Polizeiakademie und bei der Ausbildung geholfen werden. Karsai sagte, er sei glücklich über die Unterstützung Deutschlands, und versicherte, Afghanistans Polizei werde sich streng an die international gültigen Rechtsstandards halten.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch beschlossen, zunächst zwölf Polizeivollzugsbeamte nach Kabul zu entsenden. Der Leiter des Büros ist der Leitende Polizeidirektor Walter Wolf. Das Projekt ist zunächst auf zwölf Monate befristet.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen