: Deutsch-deutsche Lesungsreihe
Die erste Lesungsreihe mit Schriftstellern aus der Bundesrepublik und der DDR im Westteil Berlins, die im Protokoll zum deutsch-deutschen Kulturabkommen vereinbart worden war, hat am Sonntag abend im Literarischen Colloquium Berlin begonnen. Bei der Eröffnung nahm der stellvertretende DDR-Kulturminister Klaus Höpcke das Motto der von der Neuen Gesellschaft für Literatur (NGL) organisierten Lesungen „Orte literarischer Verantwortung“ zum Anlaß, an ein Schriftstellertreffen vor zwei Jahren im Ostteil Berlins zu erinnern, das die Stadt als einen „Ort für den Frieden“ definierte. Aufgabe auch der Schriftsteller sei es, so Höpcke, angesichts des gemeinsamen Schicksals Unheil abzuwenden. Mit Blick auf Kritik an Zuständen in der DDR seitens westlicher Schriftsteller und Politiker sagte Höpcke: „Die Weltgeschichte hält für niemanden eine Gouvernantenrolle bereit.“
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