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Design heilt Sternförmige Partikel erleichtern Inhalieren

Sie sehen aus wie Weihnachts­kekse, sind es aber nicht. Im Gegenteil, es sind im 3D-Druck­verfahren hergestellte winzige Trägerpartikel für zu inhalierende Medizin. In Pulverinhalatoren transportieren sie den Wirkstoff, der dann in die Lunge eingeatmet werden kann. Das Team um Pharmazieprofessorin Regina Scherließ von der Christian-­Albrechts-Universität zu Kiel, dessen Studie jetzt in der wissenschaftlichen Open-Access-Zeitschrift „Communications Materials“ erschien, hat nun getestet, welche geometrische Form die Trägerpartikel haben müssen, damit sich beim Inhalieren möglichst viel Wirkstoff löst. Für jedes der insgesamt vier getesteten Designs stellten die WissenschaftlerInnen über zwei Millionen identische Partikel her. Außerdem druckten sie für eine der Formen, um auch dies zu testen, drei Varianten mit verschieden starker Rauheit der Oberfläche, die von fein bis grob reichte. Dann mischten sie die Partikel mit einem Modellwirkstoff, um eine reale Inhalationssituation zu simulieren. „Gewinner“ dieses pharmazeutischen Experiments war die abgebildete Sternenform. Und obwohl dies zunächst Grundlagenforschung ist, verspricht ihr Ergebnis Hoffnung für künftige Therapien. Und sie liefert die neue Erkenntnis, dass das Design eines Medikaments seine Wirkung durchaus beeinflussen kann. Foto: Communications Materials; Uni Kiel

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