■ Der populäre Konzertführer: Duos, Dubs und Paten
Langsam kommt wieder Leben in die Bremer Konzertszene. Heute kann man sogar schon zwischen Dub- Reggae und Duo-Jazz wählen. African Headcharge spielen um 20 Uhr in der Kesselhalle des Schlachthof nach eigener Ausssage: „Roots-Musik im orthodoxen Sinne, aber mit progressiven Sounds“. Reggae und religiöse Gesänge werden von der 15-köpfigen Band mit Hall- und Verzerrungseffekten gekoppelt; auch ihre Bläsersätze, Drumprogramme und experimentellen Keyboardklänge haben nicht mehr viel mit dem traditionellen Reggaesound gemein.
Im KITO bieten um 20 Uhr Jochen Voss und Thomas Brendgens-Mönkemeyer vergleichsweise konventionelle Hausmannskost. Auf Gitarre und Saxophon gespielt ist ihre Duo-Musik eine Mischung aus wohlbekannten Standards und Eigenkompositionen, die auch schon mal „Freiräume für Kommunikation und Interaktion“ lassen. So das Presseinfo, in dem auch von „reichhaltigem Erfahrungsschatz aus Studium, Lehrtätigkeit und Musikantentum“ die Rede ist, was nun wirklich eine herzerwärmende Formulierung ist.
Am Freitag (21.8.) und Samstag (22.8) um 22.30 Uhr in der Schauburg, sowie am Sonntag (23.8.) um 21 Uhr im Kito treten die 79-jährige Bluessängerin und Gitarristin Etta Baker sowie ihre zwei Generationen jüngere Kollegin Patty Griffin nochmal im Rahmen des Festivals Women in (E)Motion auf.
Bremer Rockbands aus dem Viertel sind am Samstag (22.8.) ab 19 Uhr auf zwei Bühnen im Kulturzentrum Lagerhaus zu bewundern. Beim Straßen- und Hoffest „Weiter geht's“ spielen u.a. Rezan, Scraps, The Zwy Halleys, Korrupt und Jack Pepsi.
In der Arena vor dem Schlachthof wird wahrscheinlich (bei schlechtem Wetter verschiebt sich das Konzert um eine Woche!) am Sonntag (23.8.) um 15 Uhr The Convent zu hören sein. Die Band um den „charismatischen holländischen Sänger Carlo van Putten“ hat sich mit melodiösem Waverock und guten Liveauftritten langsam einen Namen als die Zevener Antwort auf „The Cure“ und die „Camelions“ gemacht.
Beim diesjährige Überschallfestival am Montag (24.8.) ab 20 Uhr im Aladin treffen solch unterschiedliche und merkwürdige Musikstile wie „Postrock“, „Crossover in Schräglage“, „Monströses Dröhnen, oft aus totalem Chaos geboren“ oder „psychedelisches Metal“ aufeinander. Mit den Bands Urban Dance Squad, Afgan Whigs, Monster Magnet und Swell ist das Programm auf jeden Fall vielseitig und gut gefüllt. Willy Taub
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