: Der Weg ist lang
Manfred Maurenbrecher ist auch nach nun bald drei Jahrzehnten seiner Sache nicht müde
„Pianosaurus Rex“ – der Ehrentitel, den ein Kritiker dem Ex-Deutschrocker einst verlieh, sitzt: Kraftpaket, das er ist, kann einen Manfred Maurenbrecher locker mit links überwältigen, wenn er erst einmal in Fahrt ist! Das wissen die Freunde seiner Mittwochsfazit-Kabarettabende mit Horst Evers und Bov Bjerg ebenso wie die Liebhaber seiner Alben, von denen es nur zwei Monate nach dem letzten („Hey, Du – Nö!“) nun bereits den Release des nächsten zu feiern gibt: Auf „Gegengift“ holt sich der gebürtige Lichterfelder den Rausch der ersten Glücksgefühle zurück („Und dann fuhr ich mit dem Roller kreuz und quer durch die ganze Stadt“), macht aus Bob Dylans Skizze „Coming from the Heart“ ein fertiges Stück („Der Weg ist lang“). Sanft besingt er vorläufige Abschiede, eindringlich und vollkommen unpeinlich endgültige wie den von den Opfern des 11. September („Ein Film“). Und niemals trennt er sich von liebgewordenen Dingen wie seinem „Uralten zerrissenen Hemd“ – und von anderen bewährten Höhepunkten seiner Konzerte, die zu durchwüten er auch nach bald drei Jahrzehnten nicht müde zu werden scheint. CB
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen