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Der Walkman macht taub

■ Schallgenuß begrenzt

Hannover (taz) - Wer häufig und laut Musik mit dem Walkmann hört, wird nach einigen Jahren des Schallgenusses taub. Ein normaler Walkman erzeugt bereits mit nur zu zwei Dritteln aufgedrehtem Laustärkeregler im Ohr einen Geräuschpegel zwischen 82 und 100 Dezibel. Dies hat eine Untersuchung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig im Auftrage des niedersächsischen Umweltministeriums ergeben. Schädlich für das Gehör sind bei mehrstündigen täglichen Walkmann-Hören schon Werte unter 90 Dezibel.

Bei der Untersuchung hat die PTB Spitzenwerte von 110 Dezibel am Innenohr gemessen, was ungefähr dem Geräusch eines Preßlufthammers entspricht. Bei diesem Pegel genügt pro Tag eine Viertelstunde Musik aus dem Walkman, um auf Dauer taub zu werden. Anlaß für die Untersuchung war die Feststellung, daß heute bereits zehn bis 15 der BerufsanfängerInnen ein Teil ihrer Hörfähigkeit verloren haben. Nach Aussage des Umweltministeriums werden diese Hörschäden aber auch durch anderen Freizeitlärm und Verkehrslärm verursacht.

ü.o.

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