■ EX-REDAKTEUR TILL MEYER ARBEITETE FÜR DIE STASI: Der Stasi-Mann in der taz-Zentrale
Berlin (taz) — Geständnis vor laufender Kamera: Gestern abend bekannte der ehemalige Stadtguerillero der „Bewegung 2. Juni“, Till Meyer (47), jahrelang Mielkes Mann bei der taz gewesen zu sein. Im „Spiegel-TV“, für das Meyer zuletzt als Rechercheur tätig war, erklärte er, seit seiner Haftentlassung Ende 1986 für die Hauptabteilung XXII (Terrorabwehr) gearbeitet zu haben. Gegenüber der taz behauptete Till Meyer gestern, er sei „kein Denunziant“ gewesen, sondern habe aus Überzeugung politische Lageeinschätzungen an seinen Führungsoffizier übermittelt. Till Meyer hat in der taz vom Februar 1987 bis August 1989 hauptsächlich zu Themen wie „Innere Sicherheit“ gearbeitet. Sein Clou war die Enttarnung eines Verfassungsschutz-Mitarbeiters, der auf den innenpolitischen Sprecher der SPD, Erich Pätzold, angesetzt war. TAGESTHEMA SEITE 3
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen