: Der Säufer mit der Maske
Waschbären nehmen jetzt auch noch Drogen
„Endlich wieder eine Bärenmeldung!“, hallte es am Mittwoch durch die heiligen Hallen der Wahrheit, nachdem uns diese promillestarke Schlagzeile aus dem Winterschlaf riss: „Waschbär randaliert auf Sauftour in Schnapsladen“, meldete AP aus dem US-Bundesstaat Virginia. Der Krawalltourist aus der Krachmacherstraße des Tierreichs brach im Weiler Ashland „durch eine Deckenplatte“ ins dortige Trinkerparadies ein und legte dann im „Regal mit Scotch und Whiskey“ einen „regelrechten Amoklauf“ hin. „Der Einbrecher habe wie alle Waschbären eine schwarze Gesichtsmaske getragen, Flaschen zerschlagen und getrunken, was er kriegen konnte“, zeigt sich die Meldung begeistert über den entzückenden Delinquenten. Nachdem ein Mitarbeiter das lattenstramme Bärchen „bewusstlos neben dem Toilettenbecken“ gefunden hatte, wurde der unverletzte Kleinkriminelle ins Tierheim von Hanover County gebracht, um seinen Rausch auszuschlafen. Das ist zwar niedlich und putzig, allerdings ist Alkohol für die chronisch verhaltensauffälligen Waschbären nur eine Einstiegsdroge. Morgen rasen sie dann zugekokst im geknackten Porsche durch die Gegend.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen