: Der Psychotherapeuten Gefühle
New York (dpa) – In einer Befragung unter US-Therapeuten bekannte jeder dritte, er hasse zumindest einen seiner Patienten. 46 Prozent der Befragten gaben zu, daß sie einem Patienten aus Verärgerung etwas angetan hätten, was sie später bereut hätten. Sexuell angezogen von einem Patienten fühlten sich neun von zehn Psychotherapeuten. Jeder zweite berichtete, er sei in Gegenwart eines Patienten „sexuell erregt“. An der Befragung, die das Journal Professional Psychology in seiner Mai-Ausgabe veröffentlicht, beteiligten sich 285 klinische Psychologen in den USA. 97 Prozent fürchteten den Selbstmord eines Patienten, 83 Prozent den körperlichen Angriff auf die eigene Person. Jeder zweite Therapeut war über die Verfassung eines Patienten so beunruhigt, daß seine eigenen Schlaf- und Eßgewohnheiten sowie seine Konzentration litten. Viele Psychologen bekannten in ihren anonymen Antworten, daß sie nicht ausreichend ausgebildet seien, um ihre Gefühle gegenüber Patienten zu kontrollieren.
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