Der Geruchswecker kommt

Mit Morgen-Mett flott aus dem Bett

Mit Espresso- oder Fleischduft geweckt werden: Wer träumt da nicht von? Auf der CES-Messe in Vegas wurde ein Geruchswecker vorgestellt.

der Wecker und Geruchspatronen

Duftes Wecken mit „Sensorwake“. Foto: ap

BERLIN taz | Der Geruchswecker „Sensorwake“ ist die schönste Innovation der diesjährigen „International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Anstatt dass ein fieses Piepen ertönt, strömt zur eingestellten Zeit ein anheimelnder Geruch durchs Zimmer. Ein französisches Startup hat das Ding, das auf einer der weltgrößten Messen für Unterhaltungselektronik mit einem Innovationspreis prämiert wurde, kreiert.

Leider ist das Angebot der Düfte auf sechs begrenzt: „heißes Croissant“, „Espresso“, „Pfefferminz“, „Schokolade“ sowie die beiden Exoten „Meeresküste“ und „üppiger Dschungel“. Wie präzise die von einer Pariser Parfümerie designten chemischen Düfte die Wirklichkeit abbilden, sei dahingestellt. Die gute Nachricht: „Sensorwake“ versichert, die Stoffe seien nicht giftig.

Wie bei Espressomaschinen, wird das Geld nicht mit dem Wecker, der für rund 100 Euro zu haben ist, gemacht, sondern mit Kapseln: Eine kostet fünf Euro, dafür kann man sich 30 Mal wecken lassen. Falls das mit dem Aufstehen nicht klappt, setzt nach drei Minuten ein konventioneller Alarm ein.

Funktioniert ein Duft nicht, könnte man ihn durch einen anderen ersetzen, der stärker dazu motiviert, das kuschelige Bett zu verlassen: „total verkohlter Toast“ oder – um ganz sicher zu gehen – „Fischmarkt“, „Erbrochenes“ oder „Umkleidekabine“. Alternativ und weniger abstoßend: „mit Morgen-Mett flott aus‘m Bett“.

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