: „Der Bundestrainer muss immer ein Mann und immer ein Deutscher sein“
Martin Krauss
Der Retter hat strahlend weiße Zähne und wird von einem Weltkonzern freigestellt. Jürgen Klopp soll nicht weniger als dieses Land und dessen Fußball retten. Nach dem WM-Aus der DFB-Männer gab es keine Zweifel, dass niemand anderes als er den Job des Bundestrainers übernehmen kann.
Foto: privat
Martin Krauss
ist Mitarbeiter des taz-Sports und beschäftigt sich vor allem mit Fußball, Boxen und Sportpolitik.
Auf Julian Nagelsmann muss Klopp folgen. Alternativlos. So wie einst Nagelsmann auf Flick und Flick auf Löw. Immer sind sich alle sicher, dass es genau dieser eine ist, der die Nationalmannschaftskrise beenden wird. (Für künftige Suchen darf man sich den Namen Tuchel notieren.) Die Kriterien für die Bundestrainerakquise sind immer gleich: Es muss einer sein, den ganz Deutschland als guten Trainer anerkennt. Und es muss immer ein Mann und immer ein Deutscher sein. Das schränkt die Suche derart ein, dass die Qualifikation gar nicht erst abgefragt wird. Spaniens, Argentiniens und Frankreichs Coaches waren überwiegend Auswahltrainer, niemand von ihnen hat einen Klub in die Weltklasse geführt, die Nationalteams sehr wohl. In Deutschland aber weiß man, dass so einen Job nur jemand meistern kann, der Vereine trainiert hat und freundlich lächelt.
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