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Der Bogen am Anhalter Bahnhof

Am Montag kommen die Abrißbagger: Der Bogen mit dem Anhalter Bahnhof, Erinnerung an das ehemalige Bahnhofsgebäude und einer der letzten Reste der Ausstellung „Mythos Berlin“, wird übermorgen früh fallen. Dies erklärte gestern der Sprecher des Bausenators, Schlichting. Empörung im Bezirksamt Kreuzberg: Baustadträtin Franziska Eichstädt hatte diese Woche dem Bausenator ein Konzept gesandt. Knapp 300.000 Mark würden für den Erhalt des Bogens gebraucht. 65.000 davon stellt der Bezirk zur Verfügung, der gleiche Betrag sollte von der Kulturverwaltung und der Senatsbauverwaltung kommen - nicht unbillig, denn alleine der Abriß kostet nach Schlichtings Angaben 100.000 Mark. „Konzept? Bei uns ist kein Konzept angekommen“, sagte Schlichting dazu. Und während die Kulturverwaltung noch „prüft“, ob sie das zahlen kann, schafft der Bausenator schon mal Tatsachen, obwohl sich bekannte Persönlichkeiten, darunter der Meister der Architektur, Julius Posener, aber auch die AL für den Erhalt des Bogen ausgesprochen haben. „Der Bogen gibt dem geplanten Stadtteilpark doch erst den richtigen Pfiff“, meint AL-Sprecherin Weißler. Aber vielleicht existieren ja insgeheim Pläne, statt des Parks ein Hochhaus hinzuklotzen.

esch/Foto: Christian Schulz

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