■ Deportierte: Israel läßt eine IKRK-Delegation zu
Jerusalem (AFP) – Die israelische Regierung hat gestern erstmals gestattet, daß eine zweiköpfige Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz die mehr als 400 deportierten Palästinenser im Südlibanon besuchen darf. Wie der israelische Rundfunk mitteilte, dürfen ein IKRK-Delegierter und ein Arzt per Hubschrauber zu dem improvisierten Lager der Palästinenser reisen. Die vom IKRK-Delegierten Reto Meister in Israel bestätigte Entscheidung fiel kurz vor der Ankunft des UNO-Sondergesandten Chinmaya Gharekkan in Jerusalem. Meister sagte, die Delegation solle „so bald wie möglich“ starten. Der Sonderbeauftragte soll am Freitag mit Außenminister Peres und am Sonntag mit Ministerpräsident Rabin zusammentreffen. Der Chefberater der PLO Nabil Shaath sprach sich unterdessen für die Fortsetzung der Gespräche mit Israel aus. Die Verbannung der Palästinenser und die Verhandlungen mußten unabhängig voneinander betrachtet werden, sagte er.
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