■ Demokratie: SPD wagt mehr
Berlin (dpa) – Als erster sozialdemokratischer Landesverband will die Berliner SPD ihren Kandidaten für das Amt des Regierungschefs per Urabstimmung wählen. Am Sonntag, dem 5. Februar 1995, ruft Fraktionschef Ditmar Staffelt die SPD-Mitglieder an die Urnen. Der so bestimmte Bewerber ist damit direkt gewählt. Anders als beim Verfahren zur Wahl von Rudolf Scharping zum SPD-Bundesvorsitzenden muß der Berliner Sieger nicht mehr durch einen Parteitagsbeschluß bestätigt werden. Neben dem Kandidaten für den Regierungschef sollen auch die Bewerber für die 23 Bezirksbürgermeisterposten per Urwahl ausgesucht werden.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen